DIE PFLANZE
Cannabis durchläuft vier Phasen, und das Licht ist der Schalter dazwischen. Vom Samen bis zur Ernte durchläuft eine einjährige Cannabispflanze Keimung, Sämlingsphase, vegetatives Wachstum und Blüte. Wer die Phasen kennt, versteht, warum Zeitpunkt und Tageslicht alles steuern, was beim Anbau passiert.
Keimung und Sämling
Ein keimfähiger Samen springt unter warmen, feuchten Bedingungen auf und schiebt eine Wurzel und sein erstes Paar runder Keimblätter heraus. In den nächsten zwei bis drei Wochen bildet der Sämling seine ersten echten, gezackten Blätter und wurzelt an. Er ist empfindlich und braucht sanftes Licht und Feuchtigkeit.
Vegetatives Wachstum
Bei starkem Licht (drinnen typischerweise 18 Stunden am Tag) geht die Pflanze in die vegetative Phase: schnelles Wachstum von Trieben, Zweigen und Sonnenblättern, also der Aufbau des Gerüsts, das später die Blüten trägt. Blüten gibt es noch keine, die Pflanze ist geschlechtlich unreif.
Man hält Pflanzen hier so lange, wie man mehr Größe will, und löst die Blüte dann über das Licht aus.
Blüte
Cannabis ist meist photoperiodischabhängig: die Blüte beginnt, wenn die Nächte länger werden, drinnen also beim Umstellen auf etwa 12 Stunden Dunkelheit. Automatisch blühende Pflanzen (aus Ruderalis) ignorieren das und blühen nach Alter.
Über etwa 7 bis 12 Wochen bildet die weibliche Pflanze Colas, die Narben reifen, und die Trichome füllen sich mit Harz. Den Erntezeitpunkt liest man an den Trichomen ab.
Die Phasen auf einen Blick
Warum der Zyklus zählt
Jede praktische Entscheidung, wann die Pflanze getrimmt wird, wann das Licht umgestellt wird, wann geerntet wird, ist eine Entscheidung darüber, wo du in diesem Zyklus stehst. Sie erklärt auch, warum eine Pflanze im Freien im Herbst blüht, wenn die Tage kürzer werden.